Beziehungen auf Augenhöhe

Am 25. November wird jährlich international auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht. Der bff* nimmt das zum Anlass, um mit seiner neuen Kampagne „Was geht bei Euch? – Beziehungen auf Augenhöhe“ zum Nachdenken über gleichberechtigte und gewaltfreie Beziehungen anzuregen. Denn Fakt ist: Viele Jugendliche und junge Erwachsene erleben bereits in ihren Beziehungen Grenzüberschreitungen und Gewalt. Junge Frauen sind dabei besonders gefährdet und sehr oft von körperlicher und sexualisierter Gewalt durch ihren eigenen Partner betroffen.

  • Mehr als 65% aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben schon Grenzüberschreitungen oder Gewalt in Beziehungen erlebt.
  • Mehr als jede 4. junge Frau hat schon einmal Gewalt durch den eigenen Partner erlebt. 10% waren von schwerer sexualisierter und körperlicher Gewalt betroffen.
  • Laut PKS (Polizeiliche Kriminalstatistik) von 2017 waren 24% aller Täter bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung zwischen 14 und 21 Jahre alt. 39% der weiblichen Betroffenen waren zwischen 14 und 21 Jahre alt.

„Jugendliche und junge Erwachsene können sich nicht früh genug damit auseinandersetzen, was es heißt Grenzen zu setzen und Grenzen zu achten“ sagt Silvia Zenzen vom bff. Im Rahmen der Kampagne „Was geht bei Euch? – Beziehungen auf Augenhöhe“ sind drei Beziehungstests zu den Themen Sexualität, Nähe – Distanz und Kommunikation entstanden: „Was ist guter Sex?“, „Wie viel Nähe brauchst du?“ und „Soll 1 Paar über alles reden?“ Jugendliche und junge Erwachsene können sich auf diese Art humorvoll mit eigenen Erfahrungen, Ideen und Wünschen auseinandersetzen.
Die Beziehungstests gibt es online unter www.was-geht-bei-euch.de

Wie gelingen Beziehungen auf Augenhöhe? Einfach mal reinschauen!

PATCHWORK bei N-JOY: Thema Stalking mit Nina und dem Haacke

„ES WAR EKLIG“ – LAURA FÜHLTE SICH GESTALKT

Endlose Nachrichtenverläufe, plötzliche Begegnungen, gruselige Postings: Laura* hat sich von ihrem Ex-Freund gestalkt gefühlt. In „Eine Stunde, ein Leben“ hat sie bei N-JOY ihre Geschichte erzählt.

Ihre Geschichte beginnt im Februar 2018 – und wirkt zunächst harmlos: Laura ist in ihrer Beziehung unglücklich und trennt sich von ihrem Freund. Der fährt, um Abstand zu gewinnen, zu seiner Familie – doch als er nach einer Woche zurück kommt, hat Laura das Gefühl, dass er die Trennung nicht wahrhaben will.

Im N-JOY Interview erzählt Laura, dass sie ihrem Ex-Freund wieder und wieder sagt, dass es aus ist. Laut der Expertin Annette von Schröder von der Beratungsstelle „Patchwork“ ist es nicht ungewöhnlich, dass eine Geschichte, in der sich jemand gestalkt fühlt, so anfängt:

 Unsere Klientinnen erzählen in der Regel von einer Beziehung zwischen ihnen und dem Stalker. Oft geht eine Partnerschaft, Ehe oder Freundschaft voraus, oder sie kennen ihn als Arbeitskollegen oder Nachbarn. Allen ist gemeinsam, dass die Frau keine Beziehung möchte und der andere das nicht respektiert. Annette von Schröder, „Patchwork – Frauen für Frauen gegen Gewalt“

„Patchwork“ hat die angstvolle und verstörte, vielleicht auch wütende und verletzte Seite der Frau im Blick – obwohl es natürlich auch männliche Opfer gibt. Mit rund 80 Prozent sind Frauen allerdings deutlich häufiger von Stalking betroffen. Darunter versteht man laut Annette von Schröder „wiederholtes Verfolgen, Nachstellen, penetrantes Belästigen, Bedrohen und Terrorisieren einer Person gegen ihren Willen bis hin zur körperlichen Gewalt“.

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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Hamburg

Bereits zum achten Mal gaben teilnehmende Innungsbäckereien vom 24.11. bis 29.11.2017 Brötchentüten mit der Botschaft „Gewalt kommt nicht in die Tüte!” aus. Auf den Tüten stehen außerdem die Adressen von Hamburger Beratungsstellen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Parallel informiert der „Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen und Mädchen Hamburg“ an Infoständen in ausgewählten Bäckereien der Bäcker-­Innung über die hamburgischen Beratungs-­ und Schutzangebote.

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